Gesamtkonzept von Hild und K, München

Der Lorenzistock soll in seiner Substanz erhalten und lediglich einzelne Bauteile erneuert werden. Entlang des Hofgrabens soll das Gebäude um ein Geschoss erhöht und die neue Dachkon-
struktion (Ziegeldach) als ausgebautes Attikageschoss genutzt werden. Die Aufstockung erfolgt in Massivbauweise als Ziegel-
mauerwerk mit Putzoberflächen, in die Holzrahmfenster eingesetzt werden. Im Attikabereich ist eine raumhohe Holzrahmen-Verglasung vorgesehen. Mit Ausnahme der Nordseite sollen alle Fenster einen verdeckt liegenden außen geführten Sonnenschutz sowie einen innen liegenden Blendschutz erhalten.

Der Pfisterstock soll in Massivbauweise als geputzter Mauer-
werksbau mit Stahlbetondecken errichtet und ausschließlich als Bürobau genutzt werden. In die geputzte Lochfassade werden Holzrahmenfenster eingesetzt. Das Dachgeschoss wird über eine Reihe einheitlicher Dachgauben belichtet. Die für den Dachbereich vorgesehenen Konferenzräume sollen aus-
schließlich von Osten über erkerartige Dachgauben an der Pfisterstraße belichtet werden, um die zum Burghof liegende Dachlandschaft nicht zu beeinträchtigen.
Für den Brunnenstock wird eine Neuformulierung des Gebäude- und Dachvolumens vorgeschlagen. Jenseits der von Nord nach Süd verlaufenden Mitteltragwand wird das Dach durch eine Reihung von fünf Halbgiebeln nach Süden ersetzt. Einschnitte zwischen den Giebeln sollen als Terrassen genutzt werden. Die Giebellösung erlaubt eine Vielzahl von geraden Wänden, die ein hochwertiges Wohnen in den Dächern ermöglicht. Große Südfenster sorgen für ausreichende Belichtung, ohne die historische Umgebung zu beeinträchtigen.