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Historisches Baudenkmal im Wandel
Der Alte Hof blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erste Siedlungsspuren sind bereits für die Urnenfelderzeit im 10. Jahrhundert vor Chr. nachgewiesen. Grabungsfunde deuten darauf hin, dass sich bereits im 12. Jahrhundert an der heutigen Stelle eine Burganlage befand. Besondere Bedeutung erlangt der Alte Hof vom 13. bis zum 15. Jahrhundert als Herrschaftsresidenz der Wittelsbacher.
Weiterbauen am Alten Hof
Seit ihrem Bestehen wurde die Anlage in jedem Jahrhundert verändert, umgebaut, erweitert. Nach neusten Forschungen haben Wissenschaftler allein bis zum 18. Jahrhundert zehn verschiedene Bauphasen nachgewiesen. Bauen im Alten Hof bedeutet immer weiterbauen an einem Denkmal. An diese baugeschichtliche Tradition knüpft auch die heutige Gestaltung und Nutzung an. Im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung Die vormals als Verwaltungssitz für das Finanzamt genutzten und der Öffentlichkeit kaum zugänglichen Gebäude wurden weiterentwickelt zu einem Ort, an dem historische Bausubstanz bewahrt und durch maßvolles Weiterbauen neu belebt werden konnte. Das harmonische Miteinander von historischer und qualitätsvoller, zeitgenössischer Architektur sowie eine ausgewogene Nutzung der ehemaligen Residenz als attraktiver Ort zum Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Verweilen ist ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Stadtentwicklung Münchens.
Bauhistorische Chronologie
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| Spätes 12. Jh |
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Die Burganlage auf dem bis heute überlieferten Gelände entsteht: im Osten und Norden wird sie von der Stadtmauer begrenzt, im Süden und Westen von einer 5 bis 7 Meter hohen Mauer mit vorgelagertem Graben. Zu den ersten gemauerten Gebäuden zählt wahrscheinlich eine "Torhalle" (heute südlicher Zwingerstock) und der sog. "Rittersaal". Im Hof muss ein Bergfried, ein Turm zum Wohnen und zur Verteidigung der Anlage, angenommen werden. Anstelle des heutigen südlichen Tores befand sich ein Brunnen. |
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Die bauhistorische Chronologie wurde entnommen aus:
"Die baugeschichtliche Entwicklung des Alten Hofes in München" von Prof. Dr. Enno Burmeister.
Mit freundlicher Unterstützung des Buchendorfer Verlages.
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